Gelb-Weisse im Müritz-Paradies mit Rheinsberg (Reisebericht vom 07. – 09. 7. 2015)

Ehemalige Tänzer vom Tanzclub Gelb-Weiß, heute alles Senioren, haben sich vor Jahren in der – Gruppe 0 – zusammengefunden, um sich einmal im Monat zum Klönschnack zu treffen. Aber nicht nur das; auch andere Aktivitäten werden unternommen. Als Organisatorin für alles hat sich die Thea Haentsch bereit erklärt. Sie ist sehr emsig und bemüht sich, immer mit allen in Kontakt zu bleiben, damit die Gruppe nichts vergisst und zusammen bleibt.

So ist es ihr zu verdanken, dass auch in diesem Jahre eine Busreise zur schönen Mecklenburgischen Seenplatte stattfinden sollte. Nachdem die Teilnehmer feststanden, meldete sie die Reise beim Busunternehmen Beckmann in Hannover an. Das genaue Reiseziel wurde mit „Müritz-Paradies mit Rheinsberg“ genannt. Die Bestätigung für die angegebenen 24 Personen mit Platzangabe folgte:

Jetzt wurde von allen die Reise erwartet.

Am Anreisetag ging es um 8.30 Uhr vom alten ZOB in Hannover los. Eine Person musste noch unterwegs in Ehlershausen abgeholt werden. Der 40-jährige Busfahrer machte einen unerklärlichen Umweg, um an den Treffpunkt zu kommen. Dann wurde die Fahrt über Celle – Eschede – Uelzen fortgesetzt. Die erforderliche Pause wurde aber vorher in Breitenhees gemacht, bei der dann von Thea an alle „Gelb-Weißen“ von einem edlen, nicht mitgereisten Spender (Dr. Roland Schöne) zur Einstimmung auf die schöne Reise einige Flaschen Sekt ausgeschenkt wurden. Dem Spender sei hiermit ein herzliches Dankeschön gesagt.

Zur Mittagspause fuhren wir nach Wittenberge. In der „Alten Ölmühle“ , einem urigen Lokal, konnten wir in dem Biergarten Kleinigkeiten verzehren. Allerdings war es schon sehr warm geworden.

Nach einer Stunde ging es weiter in Richtung Pritzwalk – Wittstock – Röbel a.d. Müritz – Rechlin, durch eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft mit naturgewachsenen und sich selbst überlassenen Mischwäldern, landwirtschaftlich genutzten Flächen und größere oder kleinere Ortschaften. Um 16.30 Uhr erreichten wir dann unsere Hotels in dem kleinen Ort Boek an der Müritz.

Weil wir mit Verspätung dort ankamen, war vorher keine Zeit mehr zum Einchecken. Die zwei Kutschen, die uns durch den Wildpark Boek fahren sollten, warteten schon über eine halbe Stunde auf uns. Eine interessante Planwagenfahrt durch den eingezäunten Park, der insgesamt ca. 800 ha groß ist, folgte. Wir sahen viele Rehe, Hirsche und Mufflons. Ein Kutscher lockte einen kapitalen Junghirsch an seinen Wagen und fütterte ihn zum Erstaunen seiner Fahrgäste aus der Hand.

Nach der Kutschfahrt wurden wir in die zwei Hotels: „Müritz-Park“ und „Residenz am Ostufer“ eingeteilt. Ein sehr gutes, vorbestelltes Abendessen wurde allen im „Müritz-Park“ serviert. Der Abend im schönen Biergarten wurde leider durch ein aufziehendes Gewitter und kräftiges Regenschauer vorzeitig beendet.

Der nächste Tag begann kühl und windig, aber mit einem sehr guten Frühstück. Um 9.00 Uhr fuhr uns der Bus nach Mirow zum Schiffsanleger. Mit der „Königin Sophie Charlotte“ stachen wir zu einer längeren Schiffsreise „in die Seen“. Oben auf Deck, bei zunächst bestem Wetter, durchfuhren wir einige Seen, Kanäle und 2 Schleusen. Dann fing es an stark zu regnen, und wir mussten nach unten ins Schiff. Die nächste Schleuse war defekt. Der Kapitän musste durch eine andere Schleuse fahren. In dem Ort Strasen mussten wir von Bord und auf den Bus warten. Vorzeitig war unsere tolle Schiffsreise damit zu Ende. Das Endziel Rheinsberg erreichten wir dann per Bus.

Zurück nach Mirow. Nur ein kurzer Rundgang zum Schloss und zur Liebesinsel.

Um 17.30 Uhr erwartete uns im Hotel wieder ein vorbestelltes, sehr leckeres Menu. Danach sahen wir einen interessanten Dia-Vortrag über die Mecklenburgische Seenplatte. Der Abend klang mit einigen Drinks in geselliger Runde aus.

Das Ziel am Abreisetag war Ludwigslust. Nach guter Fahrt, allerdings mit einigen Regenschauern, war dort bis 14 Uhr Freizeit. Entweder zur Schlossbesichtigung, zum Spaziergang im Garten oder zur Mittagspause.

Mit wenig Verkehr auf den Straßen kamen wir dann zur letzten Pause wieder in Breitenhees und um ca. 17.45 Uhr am alten ZOB an.

Damit war die Reise durch die herrliche Seen-Landschaft zu Ende.

Helga Bergander,
im Juli 2015